Dirigent: Frédéric Jenniges

Geboren am 20. Juli 1953 im Kongo, wo sein Vater in einer belgischen Kolonie Territorialagent und seine Mutter Krankenschwester war, kam er mit seinen Eltern bereits zwei Monate nach seiner Geburt nach Belgien. Sein Großvater, der ein begeisterter Geiger war, setzte alles daran, dass sein Enkel ein Instrument lernte. Zunächst begann er, Gitarre zu spielen. Zwischenzeitlich entdeckte er dann seine Leidenschaft für Zither und begann schon während seiner Schulzeit, dieses Instrument zu erlernen. Da man zu dieser Zeit noch nicht Zither im Hauptfach wählen konnte, entschied er sich, Musikgeschichte und -theorie zu studieren. Während seines Hochschulstudiums in Lüttich fuhr er aber regelmäßig nach Aachen, um dort Instrumentalunterricht zu nehmen. Als seine Lehrkraft ihm mitteilte, dass sie ihm nichts mehr beibringen könnte, führte er seine Studien autodidaktisch weiter.

Aufgrund eines Zeitungsinserates wurden deutsche Zitherspieler auf ihn aufmerksam und luden ihn zu einem Konzertwochenende in Remscheid ein, wo er schließlich auch die Langendreerer kennen lernte. Spontan entschloss er sich 1981, bei den Proben des Orchesters - zu der Zeit unter der Leitung von Fred Witt - einzusteigen. Nebenbei machte er einige Rundfunk- und Fernseheinspielungen in Belgien, Deutschland, Spanien und den USA. Über das Radio lernte er André Rieu kennen, der ihn 1988 in seinem Orchester verpflichtete. Nach einer Pause als Mitspieler übernahm Frédéric Jenniges im Jahre 1999 die Leitung des Bochumer Zitherorchesters. Für die Proben reist er einmal wöchentlich 160 Kilometer aus Eupen an. Seine Verpflichtungen gegenüber dem Orchester Andre´ Rieus zwingen ihn und das Zitherorchester dazu, sehr flexibel zu sein.

     

Konzertmeister: Wolfgang Hubert

Wolfgang Hubert, geboren am 27. Mai 1974 in Hagen/Westfalen, erhielt ersten Zither-Unterricht im Alter von zehn Jahren durch Werner Stracke. 1986 setzte er seine Ausbildung auf der Zither bei Hans Krasser in Bochum fort, dessen Arbeit 1991 mit einem 1. Preis beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" mit dem Zither-Duo Annette & Wolfgang Hubert belohnt wurde. Seine musikalische Ausbildung ergänzte Wolfgang Hubert, indem er von Oktober 1999 bis Oktober 2000 den C2-Lehrgang "Zitherspiel und Ensembleleitung" und von November 2001 bis Juni 2003 den berufsbegleitenden Lehrgang "Zither spielen und lehren" erfolgreich absolvierte. Diese Lehrgänge werden organisiert vom Deutschen Zithermusikbund e.V. und finden regelmäßig an der Bundesakademie für musikalische Jugendbildung in Trossingen statt.

Seit 1989 ist Wolfgang Hubert aktives Mitglied im Bochumer Zitherorchester. Mitte der 90er Jahre übernahm er die musikalische Leitung des seit 1992 in gleicher Besetzung erfolgreich musizierenden Bochumer Zitherquartetts. 1994 debütierte er als Solist bei der Matinee zum 100jährigen Jubiläum des Zitherorchesters Bochum. Neben regelmäßigen Auftritten bei den Konzerten des Orchesters trat er als Solist unter anderem bei den Zithermusiktagen 2003 in Freiburg und 2007 in Hanau auf. Weiterhin wirkte er bei Neujahrskonzerten der Düsseldorfer und der Herner Symphoniker für die symphonischen Walzer "Geschichten aus dem Wienerwald" von Johann Strauß sowie bei der Aufführung der Märchenoper "Der Mond" von Carl Orff im Audimax Dortmund mit.


Bochumer Zitherorchester